Damenröcke und ihre Formen – Ein kleiner Überblick

Rockarten

Der Rock ist wahrscheinlich das Kleidungsstück, das im Laufe des der letzten 600 bis 700 Jahre am Stärksten verändert wurde. Anfänglich war der Rock ein Zeichen der niederen Stände und hatte je nach regionaler Prägung unterschiedliche Längen und Formen. In die moderne Damenmode fand der Rock erst wesentlich später seinen Einzug und unterscheidet sich in so vielen verschiedenen Details und Facetten, dass es schwer fällt, den Überblick über die einzelnen Rockformen und Modelle zu behalten. Dieser Artikel will etwas Klarheit schaffen und die beliebtesten Rockmodelle vorstellen.

Der Tulpenrock – feminin und figürlich

Der Tulpenrock ist genau das Richtige für Frauen, die sehr feminin wirken wollen und wissen, ihre weiblichen Proportionen richtig einzusetzen. Der Tulpenrock reicht meist bis über die Taille und ist knielang. Er ist perfekt, um die Taille leicht zu kaschieren und lässt sich am Besten mit Blusen und engen Oberteilen tragen. Da junge Frauen gern etwas rockiger unterwegs sind und der Vintage-Look super angesagt ist, können auch Lederjacken mit ihm kombiniert werden. Der Name „Tulpenrock“ stammt übrigens von der Form des Rockes – diese ähnelt stark der Tulpenblüte.

Der Faltenrock – gar nicht mal so konservativ!

In der Modefachpresse wird häufig darüber debattiert, ob der Faltenrock nicht etwas streng sei oder gar „altbacken“ und „schulmädchenhaft“ wirken würde. Meiner Meinung nach hat dieser Standpunkt einige Entwicklungen in der Mode verpasst. Helle Faltenröcke wurden in den letzten Jahren von Labels wie Tommy Hilfiger mit bunten Oberteilen kombiniert und wirkten dadurch gar nicht mehr streng, sondern eher sportlich und sehr freizeitlich. Das Legere kommt vor allem daher, dass der Faltenrock kürzer geworden ist, als es noch vor einigen Jahren der Fall war. Auch die Sportartikelhersteller haben sich dem Faltenrock gewidmet und wunderbare kurze und engere Modelle für den Tennissport entworfen. Desweiteren ist der Schulmädchen-Look dieser Tage super angesagt. Der Nerd/Geek-Look arbeitet mit genau den antiquierten Elementen der Mode (Hornbrillen, Röcke, Kniestrümpfe) und wertet dieses stilistisch gewinnbringend auf. Faltenröcke passen hierbei sehr gut ins Bild und können durchaus für verschiedene aktuelle Looks fruchtbar gemacht werden. Faltenröcke passen besonders gut zu Frauen, die eine schmale Figur und lange Beine haben.

Der Minirock

In den 50s noch ein Zeichen von gesellschaftlicher Rebellion, gehört der Minirock heute zum Standardrepertoire der Modeindustrie. Gerade im Sommer, wenn die Sonne brennt und die Hitze kaum zu ertragen ist, ist der Minirock unverzichtbar. Miniröcke gibt es mittlerweile in allen Farben und Stoffen. Miniröcke können sich heutzutage bei den meisten Gelegenheiten sehen lassen. Frauen, die Miniröcke tragen, sollten besonders schlank sein, lange Beine und einen flachen Po haben. Zugegeben sind dies viele Voraussetzung, um einen Minirock zu tragen. Allerdings gibt der „Mini“ auch viel an Haut frei und sollte deswegen mit dem nötigen Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen getragen werden.

Der Wickelrock

Modisch gehört der Wickelrock nicht gerade zu meinen persönlichen Favoriten, für viele Frauen eignet er sich allerdings sehr gut. Der Wickelrock kann wunderbar Fettpölsterchen kaschieren und passt sich der Figur am Besten an. Außerdem kann der Wickelrock mal höher mal tiefer gebunden werden und bringt so Spiel und Abwechslung in die Mode. In den warmen Monaten können Sandalen oder Flip-Flops zum Wickelrock getragen werden. Je nach Variante sind aber auch elegantere Schuhemodelle denkbar. Zu schrecklichen Wickelideen kam es vor allem Mitte der 1990er Jahre, als Wickelröcke ihren Einzug in die Technoszene fanden. Hier fungierten sie besonders als Herrenröcke im Maxiformat und wurden häufig mit Plateauschuhen der Marke „Buffalo“ kombiniert. Modisch war dies das vielleicht schlimmste No-Go der jüngeren Geschichte und wird auch in der Zukunft schwer zu unterbieten sein.

Generell sind Röcke großartig, um zahlreiche feminine Züge zu unterstreichen – denn Röcke passen zu nahezu jedem Typ Frau.